Turnierhundesport - Leichtathletik mit dem Hund

Ein Hundesportler kennt keine Langeweile. Erst recht nicht, wenn er sich für den Turnierhundesport entschieden hat. Ganze sieben Disziplinen werden angeboten – da ist für jeden sportlichen Hund und sein ebenso sportliches Herrchen etwas dabei. Vom einfachen Hindernislaufturnier, über Mannschafts-wettbewerbe wie den Shorty oder den CSC bis hin zum spannenden KO-Cup - da heißt es mitfiebern und mitzittern, ehe der verdiente Sieger feststeht. So verwundert es nicht, dass sehr viele Hunde ausgesprochen gerne über Hürden springen, durch einen Tunnel kriechen oder über einen Laufsteg balancieren. Sie werden beschäftigt – nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Das gemeinsame Trainieren fördert oft eine tiefere Beziehung zwischen Herrchen und Hund.

Die 7 Disziplinen

Vierkampf, in drei Leistungsstufen

Die Königsdisziplin in dieser Sportart oder anders gesagt: was der Zehnkampf in der Leichtathletik darstellt, ist der Vierkampf im Bereich Turnierhundsport. Insgesamt gehören die Übungsteile: Gehorsam, Hindernislauf, Slalom und Hürdenlauf dazu. Für den Vierkampf benötigen das Hund-Mensch-Team vorher eine bestandene Begleithundprüfung. Im Vierkampf gibt es drei Leistungsstufen - Vierkampf 1, 2 und 3. Es werden jeweils die Anforderungen an den Hund im Gehorsam höher und natürlich auch die Anforderungen an die Sportlichkeit von Herrchen und Frauchen.

Dreikampf

Der Dreikampf ist eine neue Disziplin im Turnierhundsport. Er besteht aus den Laufdisziplinen des Vierkampfes – Slalom, Hürdenlauf und Hindernislauf. Gerade als Einstieg ins Turniertreiben ist diese Disziplin gut geeignet.

Hindernislaufturnier

Der Hindernislauf besteht aus insgesamt 8 Hindernissen – welche hier nur der Hund zu bewältigen hat. Kaum zu glauben, aber trotz aller zu überwindenden Hindernisse ist der Hund meistens noch eher im Ziel als Herrchen oder Frauchen und die ringen - dort angekommen - ganz schön nach Luft, spätestens nach dem zweiten Wertungsdurchgang.

Geländelauf - 1000m, 2000m und 5000m

Da fast jeder gesunde Hund, egal ob groß oder klein, von sich aus die Voraussetzungen zum Lauftraining mitbringt, ist der Einstieg in diese THS Disziplin verhältnismäßig einfach. Der Geländelauf ist nicht nur ein Erlebnis für beide, sondern fördert auch die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden, den Ausgleich zu der oft monotonen Tätigkeit im Berufsleben. Geländelauf mit dem Hund ist so richtiges Abschalten von den vielen Dingen des Alltags. Die Laufstrecke, häufig durch Wald und Flur wird mit angeleinten Hund bewältigt.

CSC - Combinations-Speed-Cup

Wenn ein CSC-Parcours aufgebaut wird, gibt es richtige Wettkampfstimmung. Drei Hundeführer sind mit ihren Hunden am Start. Hier geht es um Tempo und Gehorsam der Hunde - trotz hoher Anspannung. Der Parcours ist in drei Sektionen, gespickt mit Hindernissen, Slalomtoren und Wendestangen aufgeteilt und jeder Hundeführer steht mit seinem Hund an der ihm zugewiesenen Startposition und darf dort erst dann loslaufen, wenn der vorherige Läufer sein Ziel erreicht hat. Ähnlich den Staffelläufen in der Leichtathletik.

Shorty

Diese Form des Wettkampfes lässt sich am besten als den kleinen Bruder des CSC bezeichnen. Zwei parallel verlaufende Hindernisbahnen á 30m stellen die Anforderung an die Teams dar.

QSC - Qualifikations-Speed-Cup / KO-Cup

Eine weitere Variation des Themas Turnierhundsport wird mit dem QSC bzw. KO-Cup demonstriert. Zwei Hund-Mensch-Teams kämpfen auf parallel und baugleich aufgebauten  Hindernisparcours um den Sieg. Im k.o.-System Sieger gegen Sieger, wird so der Tagesbeste ermittelt. Spätestens bei dieser Disziplin wird nicht nur von den Teilnehmern körperliche Fitness verlangt. Nache inem QSC kam schon manch einer heiser nach Hause...